BEUYS Film Interviewpartner

Interviewpartner

Caroline Tisdall *1945
studierte Kunstgeschichte am Courtauld Institute of Art der University of London und arbeitete ab 1970 als Kunstkritikerin für den Guardian. 1972 begegnete sie Beuys bei einer „Information Action“ in der White Chapel Galery. Sie sprach ihn an – und begleitete Beuys seitdem für mehr als sieben Jahre bei fast allen Reisen. Sie war bei den ersten Lecture Tours in Amerika 1974 ebenso dabei wie bei der Coyoten-Aktion „I like America and America likes me“ 1975 in New York.

»Wollen Sie das Lachen ausmerzen? Wollen Sie die Belustigung ausmerzen? Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?«

Sie öffnete Beuys, der zuvor international wenig bekannt war, den Weg in die angelsächsische Kunstwelt. Tisdall kuratierte eine Ausstellung von 400 Zeichnungen (The Secret Block For A Secret Person in Ireland) in Oxford und vielen anderen britischen und irischen Städten. Beuys revanchierte sich auf seine Weise. In seinem Lebens- und Werklauf schrieb er: „reborn in Brixton“ – dem damaligen Wohnort von Caroline Tisdall.

BEUYS. Interviewpartnerin Caroline Tisdall
Bild: © Jörg Jeshel

1979 war sie eine der Kuratoren der großen Beuys-Ausstellung im Guggenheim Museum in New York. In monatelanger Vorbereitung schrieb sie einen Katalog – bis heute eins der profundesten Werke über Beuys. Caroline Tisdall hat einen Vorlass von mehr als 5000 Fotos aus den Jahren, in denen sie Beuys begleitet hat. Daneben hat sie mehrere Bücher nach dem Tod von Beuys verfasst – über die Aktion „I like America and America likes me“ sowie einen Band mit Fotos und Texten zu Beuys („We go this way“).

Rhea Thönges-Stringaris *1934
in Athen geboren, studierte Archäologie und Kunstgeschichte in Bonn und München. Ab Anfang der 60er Jahre lebte sie mit ihrem Mann und drei Töchtern in Kassel und arbeitete dort in der Antikenabteilung der Staatlichen Kunstsammlungen.
Joseph Beuys lernte sie auf der documenta 5/1972 kennen. Seine in die Zukunft gerichtete Sicht auf die Fragen der Kunst im Zentrum der Gesellschaft sowie dessen eigenständige Art mit Ideen umzugehen, schufen die Basis für eine lebenslange Freundschaft und Zusammenarbeit.

BEUYS. Interviewpartnerin Rhea Thönges-Stringaris
Bild: © Jörg Jeshel

Rhea Thönges-Stringaris wirkte in der „Organisation für Direkte Demokratie“ mit und gründete anschließend die FIU (Free International University) in Kassel, in der über mehrere Jahre Veranstaltungen stattfanden. Mit Beuys und dem „Achberger Kreis“ wurde sie Mitbegründerin der GRÜNEN und war für eine Legislaturperiode Stadtverordnete. Sie wurde Mitglied im Aufsichtsrat der documenta. Sie hält Vorträge und ist in Deutschland und in Griechenland Verfasserin mehrerer Veröffentlichungen zur Joseph-Beuys-Forschung. Sie lebt in Kassel und in Athen.

Franz Joseph van der Grinten *1933
wuchs auf dem Bauernhof seiner Eltern bei Kleve auf. Ende der 40er Jahre lernte van der Grinten über seinen älteren Bruder Joseph Beuys kennen. Die Brüder van der Grinten erwarben erste Arbeiten von Beuys. 1953 organisierten sie eine Ausstellung im elterlichen Bauernhof. Aus einer Sammlerbeziehung entwickelte sich eine Freundschaft. Die Brüder nahmen Beuys 1957 auf dem Höhepunkt seiner schweren psychischen Krise für einige Wochen auf.

BEUYS. Interviewpartner Franz Joseph van der Grinte
Bild: © Jörg Jeshel

Im Lauf der folgenden Jahre erweiterten die Brüder van der Grinten ihre Sammlung auf einen umfassenden Bestand von 5000 Zeichnungen und anderen Werken von Beuys. Sie wurde 1993 der Stiftung Museum Schloss Moyland übergeben und ist heute im dortigen Museum in Teilen öffentlich zugänglich.

Johannes Stüttgen *1945
begann 1964 ein Theologie-Studium in Münster bei Joseph Ratzinger. Er brach das Studium 1966 ab, um an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys zu studieren. Für Stüttgen begann mit dem „hellstem Aufblitzen und Einschlag des Begriffs der Kunst eine ununterbrochene Suche mit Taschenlampe nach dessen Schlüssel“. 1980-86 war Stüttgen Geschäftsführer der von Beuys mitbegründeten FIU (Free International University). Nach Beuys’ Tod prozessierte er gegen das Land NRW. Mitarbeiter der Kunstakademie hatten eine Stüttgen gewidmete Fettecke abgetragen und vernichtet.

BEUYS. Interviewpartner Johannes Stüttgen
Bild: © Jörg Jeshel

Dem Beuys- Schüler wurde vom Gericht eine fünfstellige Schadensersatzsumme zugesprochen. Ab 1989 organisierte und leitete er die Aktion „Baumkreuz“, Alleepflanzung B7 unter Einbeziehung des deutsch-deutschen Grenzzauns. Seit 1987 initiierte er die Kampagne „Omnibus für direkte Demokratie für eine Neubegründung der Demokratie so wie der Geld- und Wirtschaftskreisläufe durch den Kunstbegriff“. 2008 verfasste er das Buch „Der Ganze Riemen“/ Beuys als Lehrer.

Klaus Staeck *1938
studierte bis 1962 in Heidelberg und Berlin Jura, bevor er 1965 einen Produzentenverlag gründete, in dem er seit Ende der 60er Jahre Auflagenobjekte (Multiples) herausgibt, neben seinen eigenen Arbeiten auch von Joseph Beuys. Seit dieser Zeit verband Joseph Beuys und Klaus Staeck eine langjährige Arbeitsfreundschaft. Im Laufe der Jahre entstanden über 200 Auflagen in Form von Grafiken, Objekten, Manifesten und Plakaten.

BEUYS. Interviewpartner Klaus Staeck
Bild: © Jörg Jeshel

Ein Höhepunkt war der Versuch einer gemeinsamen Gründung der „Freien Schule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung“. Staeck begleitete Beuys auf zahlreichen Reisen nach Italien, Großbritannien und Belgien. Höhepunkt war 1974 der für beide erste Flug in die USA mit Aufenthalten in New York, Chicago und Minneapolis. Staeck wurde nach dem Tod von Joseph Beuys 1986 sein Nachfolger an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.

Beuys hatte ihn einmal als einen seiner Schüler bezeichnet, obwohl er nie an einer Akademie studiert hatte. 2006 übernahm Klaus Staeck das Amt des Präsidenten der Akademie der Künste, das er nach zweimaliger Wiederwahl bis 2015 innehatte.

»Ein ästhetisch avancierter, formvollendet montierter, mitreißender Film.«
CICERO
»Andres Veiels faszinierender Film zieht seine stilistischen Mittel aus der rastlosen Kreativität seines Protagonisten. Vielleicht war das Leben von Beuys selbst sein größtes Kunstwerk – das ist es, was Veiels fein gesponnenen, klugen Film zu einem solchen Vergnügen macht.«
SCREEN DAILY
»Eine kraftvolle, behutsame Annäherung an den Menschen Beuys, seine Kunst und Ideenwelt ... Das Hauptverdienst von Andres Veiels schillerndem Werk dürfte sein, dass man nach dem Film erkennt: So einer wie Joseph Beuys fehlt.«
SÜDWESTPRESSE
»Kein klassisches Porträt, kein Frage-und-Antwort-Spiel, vielmehr selbst ein Kunstwerk, eine Collage, furios montiert. Man meint Beuys zu begreifen – und freut sich, wenn er provokant fragt: Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?«
MORGENWEB
Ab 18. Mai im Kino!
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BEUYS. Ein Film von Andres Veiel.
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